Wie Politikerinnen im Netz diskreditiert werden

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Geschlechtsspezifische Desinformation Eine besondere Ausprägung der Gewalt gegen Frauen im Netz ist die Verbreitung von Falschmeldungen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprechen dabei von "geschlechtsspezifischer Desinformation". Anna-Lena von Hodenberg, die Geschäftsführerin von HateAid, der einzigen Beratungsstelle für Betroffene digitaler Gewalt in Deutschland, erläutert, was Desinformation auszeichnet, die sich spezifisch gegen Frauen richtet. Vermehrt würden dabei sexualisierte Inhalte verbreitet, die auf das Schamempfinden von Frauen abzielten. "Oft geht es um das Äußere oder ihr Frausein, mit dem sie abgewertet werden", so von Hodenberg. Gegenstand der Falschinformationen seien zudem häufig Skandalthemen wie Vergewaltigung oder Pädophilie, die die Politikerinnen angeblich gutheißen würden.