Im Zuge des Universitären Projekts “investigating Keupstraße”, befasse ich mich mit den Folgen des, von der NSU ausgeübten, Nagelbomben Anschlags am 09.06.2004 in der Keupstraße. Dabei wurden 22 Menschen verletzt, vier davon schwer. Die Straße, im Kölner Stadtteil Mülheim ist und war ein lebendiger Ort an dem in erster Linie Menschen mit Türkisch und Kurdischer Abstammung leben, arbeiteten und essen. Der rassistische Anschlag wurde lange von Polizei, Stadt und Land als etwas anderes, trotz hoher Menge an Beweisen, die das Motiv als solches belegen, dargestellt. Die Folgen sind noch heute zu spüren und auch jetzt, 21 Jahre später, fehlt es immer noch an aufrichtiger Stellungsnahme und Aufklärung wie es dazu kommen konnte, dass den Opfern und Anwohner*innen über Jahre hinweg die Schuld zu geteilt wurde.
An dem fatalen polizeilichen Verfahren ist die tiefe Verankerung von Strukturellem-Rassismus, Institutionellem-Rassismus und Neo-Rassismus in Köln und Deutschland stark spürbar. Die Folgen trafen nicht nur die direkten Opfer des Anschlages sondern die Gesamte Keupstraße. Sie wurden von Behörden streng ins Visier genommen und aus ihren Läden verdrängt. Nicht nur die Polizei spielt hier eine große Rolle, sondern weitgreifende Staatliche Institutionen vom Finanzamt und der Stadtköln bis hin zu den obersten Politischen Reihen.
In diesem Projekt möchte ich die Fehlschritte der Behörden anhand einer Timeline beleuchten. Dabei will ich aufzeigen, auf welchen Politischen Ebenen Einfluss auf das Schicksal der Menschen in der Keupstraße genommen wurde und wie die Polizei trotz starker Gegenbeweisen weiterhin Opfer und Familienangehörige beschuldigt, untersucht und verfolgt hat.
Dieser Fall zeigt exemplarisch das Versagen von Sicherheitsbehörden in deren Umgang mit rechter Gewalt in Deutschland. Quelle: https://www.keupstrasse-ist-ueberall.de
Notes/ noch zu erledigen: